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Autor Thema: In der Kommandatur- die letzte Nacht  (Gelesen 1281 mal)

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Offline Jelena

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In der Kommandatur- die letzte Nacht
« am: 23. Sep 08, 10:59 »
Jelena verließ den silbernen Bären und ging langsam zur Kommandatur herüber, wo sie an einer schmucklosen Tür kurz anklopfte. Ein Reichsgardist steckte den Kopf heraus, ließ sie herein und verschloß die Tür wieder sorgfältig. Sie ließ sich auf einem Hocker am Bett des fiebernden Mannes nieder und wechselte das feuchte Tuch auf seiner Stirn. Einige Minuten lang sprachen die beiden miteinander, wobei ihre Stimmen wie das  sanfte Gemurmel von Wasser klang, nie laut genug um von anderen verstanden zu werden.
Schließlich drückte Jelena ihm eine Phiole in die Hand und verabschiedete sich mit einem festen Handschlag von ihm.
Sie verließ das Zimmer, berief ihre übrig gebliebenen Scriptoren und Knechte und erteilte die nötigen Befehle, bevor sie sich ein letztes Mal auf die Mauern der Stadt begab.
"Schmuggeln? Ich bin reich genug um zu bestechen, ich muss nicht Schmuggeln!"

 

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