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Autor Thema: Angriff auf Fanada (OT um die Taverne und der Angriff des LU im November)  (Gelesen 2286 mal)

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Offline Engonien NSC

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OT: Diese Ereignisse finden IT am Tag der Engonien-Taverne (welche OT am 24. Oktober stattfindet) statt.

In allen Straßen gab es nur noch ein Thema: Der Wolf des Südens und die vierte Legion marschieren auf Fanada.
Was lange Zeit nur ein Gerücht war ist Sicherheit geworden. Die Vierte Legion unter dem Kommando von Aureos Karston hatte Uld mit 6000 Soldaten unter Waffen passiert und war auf dem Weg nach Fanada. Schnelle Reiter könnten innerhalb von zwei Tagen zur Armee reiten, aber die Armee selber bräuchte sicherlich noch eine Woche, bis sie in Fanada ankommen wird.
Die von Flüchtlingen überfüllten Straßen glichen einem Wespennest. Überall redeten die Leute und wimmelten umher, um sich auf das Unvermeindliche vorzubereiten.

In den Gesichtern der Flüchtlinge sah man die blanke Panik, wenn sie nicht schon die Hoffnung aufgegeben hatten. Die meisten waren Andarraner, die nach Fanada geflohen waren um dem Lupus Umbra zu entkommen, doch nun wurden sie eingeholt. Hinter Fanada gab es nichts mehr, zumindest kein Engonien. Weiter fliehen hieße Engonien den Rücken zu kehren und es mit ungewisser Zukunft zu verlassen.
Jeder wusste, dass die 400 Reichsgardisten in der Stadt keine wirkliche Chance gegen die anrückende Armee hatten.

Die Einwohner von Fanada schwanken zwischen Angst um ihre Stadt, ihr Hab und Gut und ihr Leben und Mitleid mit den Flüchtlingen. Man sah ihnen an, dass sie auch am liebsten ihre Stadt friedlich in die Hände des Lupus Umbra geben würden, wie dies in Uld oder Neldan geschehen war, aber trotzdem wollten sie die Flüchtlinge nicht im Stich lassen.

...

Gerüchte machten die Runde, dass im Morgen ein Botenreiter des Lupus Umbra angekommen sein sollte und nun riefen die Reichsgardisten alle Bürger zusammen auf den Marktplatz. Der Kommandant Richard Brin von Fingara wollte zu den Bürgern der Stadt sprechen.
« Letzte Änderung: 31. Okt 09, 14:17 von Tobi »
Allzweck-NSC für das Forenrollenspiel im Engonien Forum

Offline Richard Brin von Fingara

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Re: Angriff auf Fanada
« Antwort #1 am: 22. Okt 09, 00:42 »
OT: Diese Ereignisse finden IT am Tag der Engonien-Taverne (welche OT am 24. Oktober stattfindet) Mittags statt.

Der Marktplatz war überfüllt mit Menschen alle drängelten sie sich dicht an dicht vor der Tribüne vor dem Rathaus, die sonst nur für große Feste aufgebaut wurde. Bestimmt 5000 Menschen und trotzdem hätte man eine Stecknadel fallen hören, als Richard Brin von Fingara von einem halben Duzend Reichsgardisten eskortiert auf die Tribüne trat. Der Kommandant sah nicht mehr so gut aus, wie der einst strahlende Ritter, der vor über 6 Jahren in diese Stadt gekommen war. Aber in seiner Miene lag Entschlossenheit und ließ den Mann erkennen, der er einst gewesen war.

Ein paar Hunde bellten und ein paar Kinder weinten, aber sonst war es totenstill auf dem Marktplatz, als die kraftvolle Stimme des Oberkommandierenden der Tangarianischen Reichsgarde, die sonst hunderte Soldaten in der Schlacht führte, über den Platz schallte.

Engonier!
Barad Konar hat eine Armee von mehr als 6000 Soldaten geschickt um Fanada zu erobern. Sie werden in sieben Tagen hier sein. Heute morgen überbrachte ein Bote die Bedingungen.
Barad Konar fordert die sofortige und bedingungslose Kapitulation der Stadt. Jeder, dem nachgewiesen werden kann mit dem Widerstand gemeinsame Sache gemacht zu haben soll durch den Strang den Tod finden. Jeder, der nachweisen kann treu zu ihm gestanden zu haben bleibt am Leben, wenn sie ihm die Treue geloben. Alle, die ihm die Treue geloben dürfen so viel mitnehmen, wie sie tragen können und werden nach Middenfelz umgesiedelt. Fanada wird von allen Zivilisten bereinigt und zur Ordensstadt umgebaut um als Grenzfeste gegen ausländische Invasoren zu dienen.


Richard machte eine Pause und blickte in die Menge, in sicherer Erwartung, dass sofort riesiger Tumult ausbrechen würde und ihr niemand mehr verstehen könnte. Aber er musste lange darauf warten. Mehrere Sekunden lang blickten sich die Bürger nur fassungslos an, bis sich einige zarte Stimmen erhoben und ein wahre Lawine in Gang setzten.
Minutenlang redete alles durcheinander. Ein ohrenbetäubender Tumult in der niemand das Wort von einem anderen verstand, wenn es nicht laut geschrien wurde. Selbst das Horn, das einer der Reichsgardisten nach einer guten Weile erschallen ließ trug mehr zum Lärm bei, als dass ihm jemand Beachtung schenkte.
Langsam und wirklich langsam ebbte der Lärm ab und alle wendeten sich wieder dem Kommandanten zu, Flehen und Hoffnung in den Augen.

Die Nachricht, war an mich gerichtet, aber ich werde euch die Entscheidung überlassen. Wenn ihr heute, nach Dämmerung mit Kerzen und Fackeln auf diesen Platz kommt und ihr den Platz so hell erleuchtet, wie am Tage, dann wird die Reichsgarde bleiben und kämpfen.

Vereinzelte Jubelrufe kamen aus der Menge, doch eine Handbewegung brachte sie wieder zum Schweigen.

Oder ihr kommt nicht zum Platz. dann wird die Reichsgarde noch morgen die Stadt verlassen und dem Lupus Umbra im offenen Felde entgegentreten und ihr könnt die Stadt in einer Woche Barad Konar übergeben

Ein großes Stimmengewirr und Buh-Rufe fingen an in der Menge aufzuwallen, aber auch die wurden durch eine knappe Geste schnell unterdrückt.

Aber macht euch keine falschen Hoffnungen. Wir sind nur 400 und können die Stadt nicht gegen eine Armee halten. Wir werden sterben und die Stadt wird fallen.
Die einzigen, die euch jetzt noch helfen können seid ihr selber.
Kommt nicht zu mir und fragt, wie ich euch helfen und beschützen kann. Sondern fragt euch selbst, wie ihr euch helfen und Engonien beschützen könnt.
Wenn IHR diese Stadt, eure Familien und unser Land nicht beschützt, dann wird es niemand tun.
Ihr hab die Wahl. Entweder die Stadt bleibt dunkel und ihr kapituliert oder die Stadt wird heute Nacht hell und ihr verteidigt sie. Jeder, der eine Waffe halten kann wird eine bekommen und wir werden euch zeigen, wie man sie benutzt.
Ich erwarte eure Entscheidung. Jeldriks Hand über euch alle.


Und während auf dem Platz ein riesiger Tumult ausbracht, immer wieder von einzelnen Jeldrik Rufen unterbrochen, wandte sich Richard auf dem Absatz um und ließ die Menschen alleine.
« Letzte Änderung: 24. Okt 09, 13:20 von Tobi »

Offline Tobi

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Re: Angriff auf Fanada (OT rund um die Engonientaverne)
« Antwort #2 am: 24. Okt 09, 10:41 »
Achtung Änderung!!!

Kerze oder allg. Licht heißt "Wir bleiben und kämpfen". Dunkel heißt "Wir kapitulieren."


und die Ereignisse finden am Tag der Engonien Taverne statt.
« Letzte Änderung: 24. Okt 09, 13:21 von Tobi »
Ein Wissenschaftler, der sagt "unmöglich" liegt fast immer falsch. Einer, der sagt "möglich" hat fast immer Recht - Dr.Henry McCoy

def."fast": Alle bis auf endlich viele

Endlich ist zwar nicht Unendlich, aber es kann trotzdem ziemlich viel werden - Ponder Stibbons

Offline Richard Brin von Fingara

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Re: Angriff auf Fanada (OT rund um die Engonientaverne)
« Antwort #3 am: 25. Okt 09, 18:01 »
Früh am Abend ritt Richard Brin mit einer Eskorte wieder in die Stadt hinein.

In einer Taverne vor der Stadt hatten sich viele Mitglieder des Widerstands getroffen und er hatte mit einigen reden müssen. Die Pläne waren vorbereitet, die Schlacht konnte beginnen, jetzt mussten nur noch die Menschen hier mitspielen.

Bereits auf dem Weg zum Marktplatz waren die Menschen zu hunderten auf den Straßen. Familien, Freunde, Sippen, Häuser alle zusammen, jung und alt zogen zum Marktplatz um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren.

Als Richard am Marktplatz angekommen war, war dieser schon überfüllt mit Menschen und ein Durchkommen unmöglich. Sobald sie ihm erblickten zündeten sie die Kerzen und Fackelt an und alle hielten sie sie ihm entgegen.
Das Pferd des Kommandanten bäumte sich auf, wich vor den Flammen zurück, aber der Ritter brachte es mit Mühe wieder unter Kontrollen. Die Menge schrie "Jeldrik" und "für Engonien" so ohrenbetäubend, dass man nichts, aber auch gar nichts mehr verstehen konnte.
Richard versuchte dagegen anzubrüllen, versuchte etwas zu sagen, aber niemand hörte ihn. Ein anderer Reichsgardist blies in ein Signalhorn um die Menge zu beruhigen, aber auch das half nichts und ging nur restlos unter.

Dem Kommananten blieb nichts anderes übrig, als langsam durch die Menge zu reiten und den Menschen zuzuhören. Offensichtlich hatte er es geschafft. Die Menge rief nicht mehr ihm zu, sondern sie riefen sich selber "Jeldrik" und "Engonien" zu.

Ein voller Erfolg und das würde der Lupus Umbra bald zu spüren bekommen.

Offline Engonien NSC

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Am Nachmittag des zweiten Tages des elften Mondes war es soweit.

Erst konnte man Banner am Horizont erkennen und dann Schritt für Schritt kahm die Armee des Lupus Umbra ins Blickfeld.
Von den Mauern und Türmen der Stadt erschollen Hörner und in der Stadt wurden die Glocken geläutet. Jeder, der jetzt noch außerhalb der Fanadas war rettete sich in die Sicherheit der Stadtmauern und die Reichsgardisten bemannten die Zinnen.

Knapp eine Meile vor der Stadt hielte die Armee an. Die schwere Infanterie marschierte im Zentrum auf und nahm Aufstellung. Leite Reiterei verteilte sich an den Flanken und kleine Gruppen ritten außer Bogenschußreichweite um die Stadt herum und erkundeten die Umgebung.
Einige einzelne Leute auf den Mauern schossen Pfeile auf sie ab, die aber noch nicht mal ansatzweise die Reiter erreichten, bis die Reichsgarde sie aufhielt.

Während die normalen Soldaten damit anfingen die Zelte aufzuschlagen und mit Pfählen die Stellungen zu sichern hielten die Lupus Umbra Wache und eine kleine Gruppe Reiter mit Parlamentärsflagge näherte sich dem großen Nordtor.

Als sie in Bogenschußreichweite kamen regnete plötzlich ein wahrer Pfeilhagel auf die fünf Reiter des Lupus Umbra nieder. Zwei fielen von ihren Rössern, ein weitere konnte sich gerade noch mit Mühe auf seinem durchgehenden Gaul festhalten und die beiden anderen Pferde ergriffen die heillose Flucht, vollkommen die Kommandos ihrer Reiter ignorierend.
Als sich die gefallenen Reiter gerade erhoben und der dritte sein Pferd unter Kontrolle gebracht hatte, traf die zweite Salve ein und streckte allesamt nieder. Eines der Pferde bäumte sich noch im Todekampf auf und zermalmte seinen Reiter unter sich, aber die anderen verendeten fast sofort.

Der Beschuss war anscheinend von Andarranischen Bogenschützen neben dem Nordtor gekommen und Reichsgardisten machten sich sofort auf den Weg zu ihnen, aber der Schaden war angerichtet.

Die Lupus Umbra schickten keine weiteren Unterhändler und ließen die Leichen von ein paar Bauern mit einem Karren abholen. Durch die Kontrolle der Reichsgarde wurde auf die nicht geschossen, aber auch nur knapp, wenn man die Miene in den Gesichtern manscher Menschen auf den Mauern richtig deutete.

Bis zum Abend stand das Lager der Armee. Wachfeuer wurden entzündet und die Nacht legte sich über die Stadt. Die Tore waren geschlossen. Alles war merkwürdig angespannt und still. Alle warteten.
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