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Autor Thema: 270 n.J., in Voranenburg  (Gelesen 373 mal)

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Offline Eleonora

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #15 am: 25. Jun 20, 16:09 »
Eleonora kommentiert Hermann zwar nicht doch ein Grinsen kann sie sich nicht verkneifen.
Böse ist es nicht gemeint, das er nicht so gut mit Pferden kann ist für sie ja nichts neues.

Offline Iriann

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #16 am: 26. Jun 20, 09:47 »
Iriann lächelt wobei dieses schwer zu deuten ist
''Nun gut, du hast es gehört. Er kämpft sich durch. Falls er uns doch vom Pferd fällt haben wir ja Eleonora dabei.'' den kleinen Scherz konnte sie sich scheinbar nicht verkneifen auch wenn er auf Hermanns kosten geht der ja ohnehin schon gebeutelt ist
''Also im ernst, Hermann, mute dir nicht zuviel zu. Das wird mit der Zeit auf jeden Fall besser. Hador kann Pferde bis heute nicht ausstehen aber immerhin wird er nicht mehr grün sobald er auch nur 3 Schritte zu Pferd gemacht hat.

Vanion ich danke dir und dem Herrn der Burg für das Mahl und die Gastfreundschaft. Es ist schön Engonien mal auf eine andere Weise kennen zu lernen. Auch wenn es morgen vielleicht nicht so erfreudlich wird.
Wir werden uns nun erst einmal zurück ziehen wenn man uns die Zimmer zeigt, auch wenn Hermann tapfer ist war es für uns alle ein anstengender Ritt und nicht nur für ihn.''


Offline Vanion

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #17 am: 26. Jun 20, 11:09 »
"Ich bin mir sicher, dass Hermann auch diese Herausfordung meistern wird."

Nachdem alle gespeist hatten, begleitete Vanion die Gäste noch in ihre Unterkünfte. Wie so oft, wenn die beiden Ritter einander begegneten, schafften sie es nicht, sich kurz und knapp voneinander zu verabschieden. Sie saßen noch eine ganze Weile beieinander und berichteten von den Dingen der letzten Monate. Der Abend sollte schon deutlich fortgeschritten sein, als sich Vanion schweren Herzens von Iriann verabschiedete. Es würde noch viele Gelegenheiten zu Gesprächen geben - aber morgen wollten sie mit der Sonne aufstehen, und die kam schon früh an den Himmel dieser Tage.



Tatsächlich war die Nacht viel zu kurz. Ein kurzes, gemeinsames Frühstück musste reichen zur Vorbereitung auf den Ritt. Vanion entging nicht der gequälte Blick, den Hermann in Richtung der Pferde warf, die im Innenhof bereit gemacht worden waren. Er prüfte noch ein letztes Mal, ob für alles gesorgt war, oder ob er etwas vergessen hatte; aber alles schien an Ort und Stelle zu sein.

Die ersten Stunden des Ritts vergingen wie von selbst. Im schnellen Kanter floss die Landschaft unter den Hufen ihrer Pferde dahin, die Stadt Voranenburg mit der über ihr thronenden Feste verschwand schon bald im Morgennebel. Erst im Vormittag klärte sich dieser Nebel, die Sonne wurde stärker und schon bald schwitzten sie ob der Anstrengung und der Wärme. Die heißeste Mittagszeit verbrachten sie im Schatten mehrerer Eichen an einem breiten Bach, der dahinplätscherte und in der Sonne verführerisch glitzerte. Vanion unterdrückte seinen tangarischen Reflex, sich die Kleider vom Leib zu reißen und sich der Länge nach hinein zu legen. Doch nachdem die Pferde versorgt und getränkt waren, ließ er es sich nicht nehmen, das kalte, klare Wasser in sein Gesicht zu spritzen und sich zu erfrischen.

Nach einem kurzen Happen ging die Reise weiter. Die geschwungenen Hügel des caldrischen Südens schienen größer zu werden und die Straße, bisher gut ausgebaut und gepflastert, wirkte holpriger. Hier und da begegneten ihnen Gardisten und Soldaten, die auf ihren Posten lungerten. Woanders wurde rege gearbeitet, und als sie eine Brücke überquerten, hielt Vanion kurz an, um die Arbeiten zu prüfen, die hier verrichtet wurden.

Je näher sie der Grenze zu Hanekamp kamen, desto langsamer wurden sie. In der Ferne sahen sie violette Flecken: Die Blumenfelder, von denen Vanion gesprochen hatte. Soldaten verhinderten, dass ein unbedarfter Reisender ihnen zu nahe kommen würde. Es war ein Dilemma: Würde man sie verbrennen, wusste niemand, wohin es den Rauch treiben würde. Zum Abschlagen und Ausrupfen musste man ihnen sehr nahe kommen - eine Tätigkeit, die viele Frauen und Männer brauchte, denn niemand hielt es lange in der Nähe dieser Pflanzen aus.

Dann, zum späten Nachmittag hin, schien das Ziel endlich erreicht. Schon von weitem erblickten Sie das Banner des Wolfes, blau und schwarz - und weiß. Seit Vanion dieses Wappen zum ersten Mal erblickt hatte, erfüllte es ihn mit Unwohlsein. Zu sehr hatte ihn das Blauschwarz und der Wolf Konars geprägt, und obgleich er genau wusste, dass der Wolf aus Lichttal nicht hier war, um Schafe zu reißen, und nichts mit dem Lupus Umbra gemein hatte, war es ihm nie ganz gelungen, eine andere Reaktion zu zeigen.

Ein kleiner Trupp, der auf sie zu kam, verriet, dass man längst auf sie aufmerksam geworden war.
« Letzte Änderung: 26. Jun 20, 11:11 von Vanion »
"LARP ist nicht ein Hobby, es sind mindestens acht oder so. Ich betreibe etwa fünf davon." RalfHüls, LarpWiki.de

Online Berengar von Thurstein

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #18 am: 26. Jun 20, 11:27 »
Die Reiter kamen rasch näher, und die Gruppe um Vanion und Iriann konnte erkennen, dass trotz der derzeitigen ruhigen Lage der front die Bewaffneten aus Lichttal unter voller Ausrüstung waren. Die Spitze bildete ein Soldat aus Quellengrund, der neben der Fontäne Quellengrunds als Hauptwappen den Wolfskopf als Badge auf dem Wappenrock führte. Sein Bannerträger hingegen gehörte den Staatstruppen an, die begleitenden Schützen trugen ein Wappen, welches Vanion nicht kannte. Da allerdings nur Truppen aus Quellengrund, den Staatstruppen und vom Hackenwall gemeldet worden waren, schien es folgerichtig, dass dies ein Teil der Scharfschützen vom Hakenwall sein würde.

Die Schützen trugen die schussbereiten Armbrüste vor sich quer auf das Sattelhorn gestützt, der Anführer aus Quellengrund hatte sein Schwert am Sattel in der Scheide gelassen. Als sie nahe bei kamen, zügelten alle Reiter ihre Pferde, und Vanion erkannte den Mann vor sich.

"Fähnrich Arnaud Spälzer, zweites Sappeurskorps, dritter Zug, Banner Quellengrund." Er grüßte militärisch und lächelte Vanion kaum merklich zu. "Chevalier Vanion Bachlauf, eine Freude Euch wiederzusehen." Die schützen bildeten ruhig einen Kreis um die Übrigen, und richteten ihre Aufmerksamkeit auf die Umgebung.
« Letzte Änderung: 29. Jun 20, 19:33 von Berengar von Thurstein »
"Der Krieg hinterlässt uns um so Vieles ärmer, als er uns vorgefunden hatte."

"Jemand, der behauptet, er kenne keine Furcht, ist entweder ein Narr, oder ein Lügner."

Offline Vanion

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #19 am: 29. Jun 20, 17:23 »
Vanion hob die freie Hand zum Gruß, die andere beließ er an den Zügeln.
"Die Freude ist ganz meinerseits, Fähnrich Arnaud. Die Mutter Lavinia hat euch sicher geleitet, wie ich sehe. Es freut mich, euch wiederzusehen."

Er wandte sich zu den anderen und stellte sie vor.
"Wir kommen aus Voranenburg mit Nachricht vom Erbgrafen Rutger, doch ich will nicht verbergen, dass ich mich vor allem freue, Herrn Berengar begrüßen zu können."
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Offline Eleonora

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #20 am: 30. Jun 20, 11:15 »
Eleonora wartet gespannt ab. Grüst höflich mit einem Nicken.

Offline Iriann

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #21 am: 04. Jul 20, 13:48 »
Die Ritterin hatte das Empfangskomitee ihrerseits begrüßt und sie neugierig gemustert. Jetzt wartete sie ab das man die kleine Gruppe weiterführte.


Online Berengar von Thurstein

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #22 am: 04. Jul 20, 19:35 »
"Aus Voranenburg sagt Ihr? Dann braucht ihr dringend etwas zu essen und einen Schemel für die Füße." Er gab ein Kommando in einer fremd klingenden Sprache und die Formation der Schützen gab den Kreis um die kleine Gruppe auf, um sich zum Rückmarsch bereit zu halten. "Achtet bitte darauf, den Weg nicht zu verlassen. Das Gelände abseits davon ist... nicht sehr Gastfreundlich." Er setzte sich mit dem Bannerträger und zwei Schützen an die Spitze, ließ die Gesandtschaft aus Voranenburg dahinter aufschließen, und die übrigen Schützen folgten dicht auf.

Hier und da würden die Neuankömmlinge vielleicht ein verdächtig aussehendes Stück Gras oder ein fehl wirkendes Gestrüpp erkennen, nachdem Spältzer sie darauf aufmerksam gemacht hatte, dass das Gelände Veränderungen erfahren hatte, doch ansonsten wirkte das Umland des Lazarettes bis auf das Fehlen wirklich starker Bäume recht normal.

Als sie noch knappe 200 Schritt von der Umfreidung entfernt waren, ertönte ein scharfer Hornstoß von einem der Ausgucke, und in der Palisade, die den Weg abschnitt, tat sich eine Lücke auf, als die Holzstämme nach oben weg schwangen. Der doppelte Spitzgraben wurde von einer Brücke, die vorgeschoben wurde, überspannt, und als sie hinüber ritten, konnten sie die Pfähle erkennen, die in die abweisende Steigung der Gräben getrieben worden waren.

Hinter der steilen Palisade folgte ein breiter Wehrgang auf einem innen aufgeschütteten Erdwall, und dahinter öffnete sich ein großer Innenhof, der neben zwei großen Erdhügeln auch mehrere Zelte und drei Unterstände beherbergte. Zentral befand sich der schon von außen sichtbare Aussichtsturm auf Holz. Oben auf wehte das Banner des Königreiches in der leichten Frühlingsbrise. Ein hochgewachsener Streiter in Kettenmantel mit Brustpanzer und Eisenhut trat aus einem der Unterstände heraus, und brüllte einen befehl zu einer Gruppe Soldaten herüber, die zu den Reitern eilten, während er seinen Weg zu den Ankömmlingen fortsetzte. Die Schützen stiegen ab und übergaben die Zügel den hinzueilenden, während der Offizier sich von Spältzer Meldung machen ließ. Dann entließ er den Fähnrich und den Bannerträger, und wandte sich den Berittenen aus Voranenburg zu.

"Willkommen Chevalier, ich bin Hauptmann Trutzschliff. Wie kann Hammerthal dem Erbgrafen dienlich sein?" Die Stimme des Mannes trug einen hörbaren Akzent, da er offenbar die Handelssprache nicht sehr gut oder noch nicht sehr lange erlernt hatte.
"Der Krieg hinterlässt uns um so Vieles ärmer, als er uns vorgefunden hatte."

"Jemand, der behauptet, er kenne keine Furcht, ist entweder ein Narr, oder ein Lügner."

Offline Vanion

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #23 am: 05. Jul 20, 19:47 »
Vanion kam nicht umhin, die militärische Effizienz der Lichttaler anzuerkennen. Man sah, dass hier eine Soldatentruppe am Werk war, die genau wusste, was sie da tat. Unweigerlich musste er an die Valkensteiner denken, die ebenso effizient und unerbittlich vorgegangen waren. Sein Herz wurde schwer, als er die Mörderlöcher in der Umgebung wahrnahm und die Pfähle in dem Graben. Die letzten Monate mochten still gewesen sein, doch hatte diese Zeit mit sich gebracht, dass Vanion nun kriegsmüde war.

"Lavinia zum Gruße, Hauptmann Trutzschliff. Es gibt Nachricht von den Bewegungen der herzöglichen Kämpfer von der Grenze, zwar wenige, doch vorhanden. Diese Zeilen hier", und er holte ein gesiegeltes Pergament hervor, "enthalten alle Informationen, die ihr benötigt, um euch auf eine neue Lage einzustellen. Es scheint, als seien bald keine Blumenfelder mehr auf diesem Abschnitt der Front zu finden, bald mögen Kämpfe aufflackern. Seid wachsam."

Vanion sprach langsam, gab dem Hauptmann Zeit, seine Worte zu verstehen.
"Des Weiteren - sagt, wo ist der Herr Berengar von Thurstein zu finden?"
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Offline Iriann

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Antw:270 n.J., in Voranenburg
« Antwort #24 am: Gestern um 07:57 »
Auf dem Weg zum Lager hatte Iriann die "Auffälligkeiten" abseits der Wege neugierig beäugt. Sie fragte sich welch Grausamkeiten hier wohl auf den Feind warten mochten. Sicher, ein Übel das der Krieg mit sich brachte und zum Schutz wohl auch notwendig war, trotzdem behakte ihr es nicht wenn solche Mittel angewendet wurden.
Auf das Ein oder Andere hatte sie Hermann hingewiesen und ein paar Worte mit ihm darüber gewechselt, der Knappe sah ein solch befestigtes Lager jetzt sicher zum ersten Mal und er sollte die Gelegenheit nutzen um zu lernen. Auch wenn sie ihre persönliche Abneigung nicht gänzlich verbergen konnte, Krieg war nunmal nicht schön.

Als die Gruppe durch das Tor ritt sah man allerdings Anerkennung in ihren Augen. Das Lager war wirklich ordentlich angelegt und auch das besprach sie mit ihrem Knappen und wies auf ein paar interessante Punkte hin, später würde man sicher auch noch Gelegenheit finden um über Sinn und Zweck des Ganzen zu sprechen, vielleicht auch ein paar Dinge nochmal ausführlicher zu inspizieren.

Als der Hauptmann hervor trat grüßte sie ihn ebenfalls und als Vanion nach Berengar fragte lauschte sie gespannt auf die Antwort, den Blick über das Lager schweifen lassend ob sie den großen Ritter schon ausmachen konnte.

 

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