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Als schließlich alle aufgesessen hatten machten sich die Bundesgenossen auf den Weg nach La Follye. Enid genoss es zur Abwechslung einmal zu Pferd zu reisen. "Bandrobas... Was bedeutet der Name eigentlich?"
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Nach Voranenburg sandte der Herzog schließlich seine beiden verlässlichsten Männer, Bruder Argus und Bruder Ezekiel vom Orden der Harlekine selbst, um das Angebot der Magistra Klara an das Haus Voranenburg zu erneuern. Zusammen mit diesem Angebot sandte er eine genaue Auflistung aller Bewaffneten, die er entsenden würde, der Mittel, welcher sie sich würden bedienen können, und die Frage, welchen Hafen die Flamme der Vorsehung würde anlaufen können, um die Truppen nahe an ihr Ziel zu bringen. Er versicherte das Vorhandensein ausreichender Mittel, um sich vor Ort alles Benötigte kaufen zu können, und somit keinen Unmut über Soldaten aufkommen zu lassen, die sich an der lokalen Bevölkerung schadlos halten würden.

Nun hieße es warten, mit welcher Antwort die Boten zurückkehren würden. Immerhin konnte er sicher sein, dass sie unbeschadet und unbemerkt ihr Ziel erreichen, und eine Antwort zurückbringen konnten.
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Der Knappe trat raschen Schritts an die Bank auf die der Herr von Thurstein gewiesen hatte, nahm den Schild und die Waffe auf und reichte sie seinem Ritter nach oben.

"Hier mein Herr" antwortete er knapp. "Benötigt ihr sonst noch etwas? Ich denke ansonsten sind wir Aufbruchbereit. "
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Die Depeschen des grafen erreichten schließlich die Hauptstadt des Ostens, den Herzogssitz Hammerthal, und durchliefen dort die Hände einiger hochrangiger Mitglieder des herzoglichen Haushaltes. Darunter die des Herolds Hendrick vom Weiher und des Grafen Enrico vom Henkersberg, des Inquisitors Anselm von Streitzick und schließlich die des Ordensritters Arnaud von Rothenfels, Freiherr vom grünen Hügel. Nachdem sie alle eine Einschätzung und einen Ratschluss hinzugefügt hatten, gelangten alle diese Papiere schließlich auf das Schreibpult des Bannerherrn und Herzogs der Ostmarschen, und dieser bestellte sich nach gründlicher Lektüre die Harlekine Bruder Ezekiel und Bruder Argus ein, um sich mit ihnen zu beraten.

"Quellengrund hat sich also dazu entschlossen, dieses heikle erbe der Magistra anzutreten, und sich für eine Stationierung seines ersten Ritters und einiger Haustruppen in der Nähe des Frontverlaufes zwischen Voranenburg und Hanekamp auszusprechen? Interessante Entwicklung." Die Stimme des Mannes drang hinter seiner schwarzen Maske mit dem starrenden Auge auf der Stirn hervor, ohne hierdurch weniger verständlich zu sein. Er sah den Herzog und seinen Ordensbruder an, der mit einer Stimme wie in Flammen prasselndem Pergament bedächtig antwortete "um das dort stationierte Lazarett zu verstärken und eine Wachmannschaft zu stellen. Ich halte dies für keine allzu gewagte Sache. Der Mann hat seine harschen Momente, aber ist doch im allgemeinen recht verständig und besonnen." Argus nickte Ezekiel auf seine Antwort hin zu und dann sahen sie beide den herzog von Hammerthal an.

"Er hat sein Lehen gut aufgestellt und sein Herr hat die jüngste Kriese nicht zuletzt mit Hilfe aus Feuerklinge in Voranenburg gemeistert. Die Magistra hatte immer gute Gründe für ihr Handeln, und ich selbst sehe kein Hindernis, diese Befehle zu siegeln und zu unterzeichnen. Ihr habt viel zeit in ihrer unmittelbaren Nähe verbracht. Lasst uns über die Situation mit diesen Herrschaften dort im Ausland sprechen, und uns in aller Ruhe beraten." Und das taten sie. Zwei ganze tage lang.

Schließlich wurden Befehle nach Drachenwacht und zum Hakenwall gesandt, ebenso nach Schwertfegeraue und zur Flammenbinge. Befehle, welche den Kasemattkreuzer "Flamme der Vorsehung" in Alarmbereitschaft versetzen und das 13. Sappeursregiment Quellengrund anweisen würden, einen Zug Schanzknechte bereit zu stellen. Befehle, welche in Drachenwacht das zweite Garnisonslazarett in Marschbereitschaft setzen und in Hakenwall die Scharfschützen abziehen würden. Hinzu kämen Anweisungen zur Ausrüstung und Verpflegung, und das ganze bis zur Mitte des dritten Monats mittelländischer Zeitrechnung, damit sie bei einer Antwort auf ihr Angebot aus Voranenburg bereit wären, zu verlegen.

Der letzte Befehl würde nach Thurstein-Köhlersruh gelangen, kurz bevor Berengar sein Wiegenfest begehen wollte.
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Das Caldrische Imperium / Antw:So ziehen sie hin nach Caldrien. Zum Grabe hin.
« Letzter Beitrag von Bran am 19. Feb 20, 15:47 »
La Follye, Natürlich. Die Runde am Tisch tauchte aus seinen Erinnerungen hervor. Und wie sie vereinbarten das Grab der gestorbenen Ritterin zu besuchen. Er lächelte schief.
"Das war ein scherz mit dem schon wieder. Aber ja, La Follye. Ich denke ich brauche noch ein halbes Stundenglas an der frischen Luft, bis mein Schädel wieder normal funktioniert."
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Berengar setzte den linken Fuß in den Steigbügel, packte das niedrige Sattelhorn und stemmte sich hoch, um es sich in dem Kriegssattel bequem zu machen. "Ulric, reich mir mal den Schild an, und die Ochsenherde." Bei diesen Worten deutete er auf die Bank am Haus, wo er Schild und Waffe abgestellt hatte. Dann sah er sich um, als würde er befürchten, sie würden von unliebsamen Augen beobachtet.
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Das Caldrische Imperium / Antw:So ziehen sie hin nach Caldrien. Zum Grabe hin.
« Letzter Beitrag von Tabea am 18. Feb 20, 16:07 »
Enid musste lachen, als sie Stubser und Schnauber abbekam. Sie streichelte Bandrobas über den Hals. "Na du Guter, ich hab hier noch was für dich" sie wühlte in ihrer Tasche. "Einen Bestechungsapfel. Lass ihn dir schmecken!"
Sie warf Francois einen dankbaren Blick zu als dieser meinte, er wäre auch mit ihr zu Fuß gelaufen. Dann schaute sie leicht alarmiert zu Bran, wie er wohl auf den Unmut in der Stimme des Waibels reagieren würde.
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"So mein Junge," sagte der Ritter mit ruhigem Ton zu seinem Schlachtross, "Das ist Enid. Ich mag Enid, also hoffe ich, ihr zwei kommt gut mit einander aus." Er strich dem Großen über den Hals und der Hengst schnupperte nun um Enids Witterung aufzunehmen. Er blähte die Nüstern und schnaubte dann zufrieden. Dann bekam sie einen sachten Schubser, gefolgt von einem erneuten Schnauben, das ihr die Haare in Unordnung brachte. "Na siehst du, ich sag doch sie ist nett."
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„Ich wäre auch mit dir gelaufen, Enid, mir ist der Fussmarsch lieber . Aber wir wollen ja Dinge tun... und Bran, wir wollen nach La Follye, du erinnerst dich?! Wir haben nicht ohne dich Pläne geändert... und schon garnicht WIEDER...“

Dem letzten Satz konnte man eine leichte Unmut entnehmen.
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Das Caldrische Imperium / Antw:So ziehen sie hin nach Caldrien. Zum Grabe hin.
« Letzter Beitrag von Bran am 18. Feb 20, 00:41 »
Brn lächelte. "Ich war früher auch fast nur zu Fuß unterwegs. Aber wenn sich fast alle, mit denen man unterwegs ist irgendwann Pferde zulegen, kommt man nicht umhin gleichzuziehen."
Er sah in die Runde.
"Reiten wir alle in die gleiche Richtung? Habt ihr gestern wieder ohne mich die Köpfe zusammengesteckt und ein neues Ziel vereinbart?"
Er war sich tatsächlich nicht mehr ganz sicher, was sie gestern ausgemacht hatten. Da war irgendetwas mit Händlern und in kleinen Gruppen durchs Land ziehen... Informationen sammeln. Der Rest der Erinnerung verschwand in einem angenehm scharf riechendem Schleier, welcher auch mit einem Stich Branwins Kater wieder in den Vordergrund rückte.
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