Die Provinz Tangara

Tangara auf der Engonienkarte.

Tangara ist das Verbindungsstück Engoniens zu den Mittellanden und hat im letzten Jahrhundert durch den Handel seine Blütezeit erlebt. Waren aus den fernen Mittellanden kommen über die südlichen Routen wie den Rothornpass oder den Fuchsroutenpass nach Tangara – und werden von hier aus in die anderen Regionen Engoniens verkauft. Dieser günstige Umstand sowie die Tatsache, dass die Felder und Hügel Tangaras äußerst fruchtbar sind und Vieh- wie Getreidebauern im Regelfall sehr gute Ernten bescheren, haben dafür gesorgt, dass Tangara zur bedeutendsten Handelszone und zur wohlhabendsten Provinz Engoniens geworden ist.

Tangara ist ein liberales und friedvolles Land, und man schmunzelt gerne über den caldrischen Adel. Die Kornkammer Engoniens ist eine immer gebräuchlicher werdende Bezeichnung. Nach dem Tod Barad Konars sorgte die zwar angeschlagene, aber immer noch starke Wirtschaft und der nach wie vor erkleckliche Vorrat an Korn und Vieh für einen plötzlich Schub der innenpolitischen Macht Tangaras – das sich auch prompt der caldrischen Königin, die den alten Imperatoren-Anspruch der Caldrier erhob, widersetzte.

Die größeren Städte Tangaras werden von einem Gespann aus Bürgermeister und Stadtrat regiert. Der Stadtrat besteht aus den Oberhäuptern der reichsten Familien, Organisationen und Gilden der jeweiligen Stadt, und aus den Reihen des Stadtrats wird der Bürgermeister bestimmt. Einige Städte wie Uld oder Norodar weichen von diesem Muster ab: So ist die Macht in Uld ausschließlich auf die neun angesehensten Familien der Stadt aufgeteilt. Die acht mächtigstens Familien stellen den Stadtrat, während die neunte den Bürgermeister stellt – eine Tradition, über deren Ursprung manchmal schlimme Dinge gemunkelt werden. In Norodar wiederum kann jeder Bürger der Stadt zum Bürgermeister gewählt werden, und jeder Bürger Norodars hat eine Stimme in der Bürgermeisterwahl. Der Stadtrat allerdings wird durch die reichsten Familien und die Gildenmeister der Stadt gebildet – nichts Ungewöhnliches also.

Über die Region selbst herrscht der Fünfstädtebund, ein Zusammenschluss aus den fünf größten und reichsten Städten Tangaras: Fanada, Uld, Taga, Nebea und Brega. Nach außen hin stets einig, kämpfen diese großen fünf Städte jedoch auf mehr oder weniger offene Weise um die besten Handelsverträge, die reichhaltigsten Weidegründe und die günstigsten Zölle. Tangarer halten nach außen zusammen, lassen aber keine Gelegenheit aus, Profit aus den Problemen der Nachbarstadt zu schlagen.

 

Das Wappen der Stadt Fanada.

Als inoffizielle Hauptstadt Tangaras gilt Fanada, und zwar aufgrund ihrer schieren Größe, der guten Lage entlang der Haupthandelsrouten nach Süden, und des jährlich vor den Mauern stattfindenden großen Viehmarkts, zu dem Viehbauern, Händler und Züchter von nah und fern kommen.

 

 

 

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