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Autor Thema: Maugrims letztes Gebet  (Gelesen 12796 mal)

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Offline Jelena

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #30 am: 03. Nov 17, 13:42 »
Jelena warf einen Blick auf den Himmel und versuchte den Sonnenstand abzuschätzen. Da es grau und verhangen war, blieb es erfolglos und sie fluchte leise vor sich hin.
Bald würde es dunkel werden und sie wollte Sashas Wunden nicht im flackernden Licht von Lampen versorgen müssen.
Sie schnitt einige Würste auf und rührte sie in den Eintopf, der bald fertig sein würde und dessen Duft verführerisch über der Lichtung hing.
Sie würzte ihn mit Kräutern die sie frisch gesammelt hatte und zog ihn vom Feuer um Platz für eine der Waschschüsseln zu machen in denen sie sauberes Wasser warm machte.
Sie hatte Sashas Dinge zusammen gepackt und auf eines ihrer Pferde geschnallt. Jetzt suchte sie warme und saubere Kleidung zusammen und legte sie neben das Feuer, damit sie warm wurden.
Die Pferde wurden unruhig und sie sah sich mit der Hand an der Axt um ob sie jemanden entdeckte. Als ihr nichts auffiel arbeitete sie weiter und fing leise an zu singen.
Ob sie damit mehr die Pferde beruhigte oder sich selbst konnte sie nicht wirklich sagen.
"Schmuggeln? Ich bin reich genug um zu bestechen, ich muss nicht Schmuggeln!"

Offline Jeremias

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #31 am: 03. Nov 17, 14:00 »
Damian entfuhr ein leises "Mist", als er Sasha zurückweichen sah. Da ihm niemand erklärt hatte, was genau passiert war, nahm er an, dass Sasha wohl Jelena gerochen hatte und er kniete sich zu ihr hin. "Sasha!", sprach er sie sehr bestimmt und eindringlich an. "Sasha! Was du da riechst, das ist Jelena! Eine Freundin!" Er griff vorsichtig ihre Hände und schaute der Wölfin in die Augen. "Sie will dir nur helfen. Komm. Wir sind bei Freunden. Wir beschützen dich, das schwöre ich bei Alamar."

Offline Anders

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #32 am: 03. Nov 17, 15:24 »
Anders ahnte was los war. Galoria hatte es ihr erzählt. Nachdem Anders sie auf der Wiese aufgefangen hatte, hatte sie gefragt wie... wie es passiert war. Jetzt hatte sie eine Ahnung was los war.
"Ich... ich glaube es liegt nicht an Jelena Damian.", murmelte sie leise. Wie sollte man das bekämpfen? Wie sollte man dieses... Trauma abschwächen.
"Ich gehe Jelena holen. Vielleicht hat sie eine Idee. Bleib bitte bei ihr." Damit drehte sie sich um und verschwand lautlos im Unterholz Richtung Feuer und Lichtung. Kurz darauf trat sie leise aus den Schatten unweit der unruhigen Pferde. "Ruhig.", murmelte sie und lief dann schnell zur Heilerin. Der Eintopf duftete so lecker, dass sich ihr Magen lautstark bemerkbar machte. "Wir sind da. Aber Sasha will nicht auf die Lichtung... Das Feuer. Sie sitzt wie erstarrt da und scheint sich nicht bewegen zu können."
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Offline Jelena

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #33 am: 03. Nov 17, 15:29 »
Jelena zerbiss einen Fluch zwischen den Zähnen und sag Anders etwas konsterniert an. Man konnte sie förmlich denken hören.
Schließlich ging sie zu einem der Packpferde und zog eine weiße Felldecke hervor. Sie reichte sie Anders:
„Wickel sie darin ein. Sie riecht nach ihr und mir und... anderen, guten Dingen. Wenn sie sich darauf konzentriert könnt ihr sie vielleicht zu mir bringen. Es nützt alles nichts, sie braucht die Wärme und ich das Licht.“
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Offline Anders

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #34 am: 03. Nov 17, 15:41 »
Die Kenderin rieb während sie wartete die Spitze ihres Schuhs in den feuchten Boden. Dann nahm sie die Decke von Jelena entgegen, machte auf dem Absatz kehrt und huschte davon wie ein freundlicher Geist. Plötzlich drängte sich ihr ein Gespäch auf, dass sie vor langer Zeit mit Vanion geführt hatte. Sie hatte ihm erklärt das das Feuer eigentlich gar nicht böse sei, aber sehr scheu und es nicht mich angefasst zu werden. Wenn man es trotzdem versuchte biss es einen in die Finger. Man könne das Feuer also nur berühren wenn man sich vorher mit ihm angefreundet und sein Wesen verstanden hatte. //Wieso kommt mir das jetzt in den Sinn. // Sie erreichte die wartenden. Sasha war ein kleines Feuer das niemanden um sich haben wollte, vielleicht deshalb. "Hier Sasha. Ich hab dir was mitgebracht. Von Jelena." Vorsichtig legte sie Sasha die Decke um die Schultern ohne sie zu berühren. "Du kannst dich in der Decke vor dem Feuer verstecken.", flüsterte sie. "Da wird es dich nicht finden."
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Offline Jeremias

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #35 am: 03. Nov 17, 21:02 »
Damian wartete unruhig auf die Rückkehr von Anders. Als Sasha keine Anstalten machte zu flüchten, hatte er sie langsam wieder losgelassen.

Als Anders wiederkam, machte er ihr Platz. Er beobachtete wie sie Sasha vorsichtig die Decke um die Schultern lag und überlegte währenddessen fieberhaft, wie sie nach Jelenas Versorgung weitermachen sollten.

Offline Akela

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #36 am: 05. Nov 17, 13:26 »
Als Anders der Wölfin die weiße Decke um die Schultern legte, schnupperte diese kurz und blinzelte überrascht, als wäre sie gerade aufgewacht.

Sie schaute in Richtung der Lichtung und ließ ein leises Knurren hören, dass man eher spüren als hören konnte.

Kurz schien sie unschlüssig, stand dann aber mit einem Ruck auf und folgte den anderen Beiden langsam ins Lager, augenscheinlich möglichst viel Platz zwischen sich und dem Lagerfeuer lassend, wobei sie vermied, es direkt anzuschauen.
Sasha Timberlore Schattenwolf
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Offline Jelena

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #37 am: 05. Nov 17, 17:36 »
Jelena schossen die Tränen in die Augen als sie Sasha so sah. Wie gerne würde sie in der Verzweiflung versinken die Sasha umklammert hielt wie ein Oktopus, sich mit ihr unter die Decke kuscheln und die Welt um sie herum einfach ausschließen?
Aber das ging nicht.
Noch nicht.
Jetzt musste sie noch funktionieren, musste sich noch zusammen reißen und dann, wenn sie alleine war, auf dem Weg zurück nach Fanada, dann konnte sie ihren Tränen freien Lauf lassen.
Sie schluckte alles herunter und schob ihre Gefühle beiseite. Sie atmete einmal tief durch und ging dann auf Sasha zu. Sie murmelte leise Koseworte und machte sich möglichst klein bis Sasha sie erkannte und auf sie reagierte.
Ihre Konzentration war eisern, kein Gefühl drang zu Sasha, nur die klare Kühle eines Bergsees an einem Sommertag. Behutsam führte sie Sasha zu dem Lager, welches sie vorbereitet hatte und schirmte sie vom Feuer mit ihrem Körper ab. Sie ließ sie erst einmal in der Decke und half ihr einfach nur sich bequem hinzulegen.
Sie schöpfte etwas von dem Eintopf ab und setzte sich ganz nah neben sie, bis das Feuer nicht mehr in ihrer Blickrichtung war.
"Damian, Anders, nehmt euch etwas zu Essen und zu Trinken, wenn ihr möchtet könnt ihr euch auch Waschen. Macht es euch bequem, das ganze hier wird einige Zeit dauern. Vor morgen früh werdet ihr nicht aufbrechen können."
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Offline Akela

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #38 am: 05. Nov 17, 19:15 »
Die Wölfin hatte Jelena scheinbar schneller erkannt als Anders und Damian.
Leicht geduckt begleitete sie die Heilerin zu dem Lager, witterte kurz in Richtung der Pferde, die sich deutlich nervöser als normalerweise in ihrer Gegenwart verhielten und versuchte offensichtlich, das Feuer aus ihrem Bewusstsein auszublenden.

Am Lager angekommen zögerte sie kurz, schien dann aber zu entscheiden, dass sie wahrscheinlich eh keinen Schritt mehr vor den anderen machen konnte und rollte sich auf der Plane zusammen.
Sasha Timberlore Schattenwolf
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Offline Anders

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #39 am: 05. Nov 17, 19:41 »
Die Kenderin war ans Feuer getreten und hielt jetzt ihre Hände über die Flammen um sie zu wärmen. Es wurde kühl wenn die Sonne versank. Wieder knurrte ihr Magen, also holte sie ihr kleines Bündel vom Rücken. Dieses bestand zu großen Teilen aus ihrem zusammen gerollten Umhang. Sie öffnete es, rollte ihn ein Stück aus und förderte eine Schale zu Tage. Dann setzte sie sich auf das ausgerollte Stück Umhang und nahm sich von dem Eintopf. Er duftete wirklich köstlich. Einen Löffel hatte sie nicht, aber das machte nichts. Sie würde ihn einfach aus der Schale trinken. Jetzt gerade wünschte sie sich sowieso keinen Löffel. Lieber jemanden der sie in den Arm nahm und tröstete. Ihr über den Kopf strich, oder ihre Haare kraulte und irgend was liebes sagte. Aber es war keiner da der das für sie machen würde. Probehalber versuchte sie es selber einmal und tätschelte sich vorsichtig den Kopf. // Alles wird gut. Nur weil eine Stimme jetzt erloschen ist heißt das nicht das die ganze Welt verstummt ist. Außerdem wissen wir doch gar nicht mit Sicherheit ob wir Maugrim nie wieder sehen. Und Maugrim würde gar nicht wollen, dass du jetzt so traugig guckst. Aber ich weiß du willst gerade gar nicht Lächeln. Aber... irgendwann sollst du wieder Lächeln wenn du an ihn denkst.// Anders seufzte und lächelte ein wenig. Irgendwie hatte es ja doch ein bisschen geholfen. Trotzdem... das gleiche wie bei ihren Freunden war es nicht.
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Offline Jeremias

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #40 am: 06. Nov 17, 16:02 »
Damian nahm sich etwas zu trinken und setzte sich neben die in ihren Gedanken versunkene Anders. Schweigend schaute er Anders an, als sie sich auf den Kopf tätschelte. „Alles In Ordnung?“ Er deutete auf die Hand und hob eine Augenbraue.

Offline Anders

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #41 am: 06. Nov 17, 17:18 »
So plötzlich angesprochen zuckte die Kenderin leicht zusammen, schaute dann zu Damian, dann auf ihre Hand, dann wieder zum Priester. "Hm? Ach das. Es geht irgendwie. Ich versuche mich selbst zu trösten. Ist ja gerade keiner da der das machen kann." Sie lächelte ihn an.
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Offline Jeremias

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #42 am: 06. Nov 17, 19:05 »
Damian legt ihr leicht die Hand auf die Schulter und lächelt den Kender an. „Auf dunkle Nacht folgt stets der Morgen. Mitternacht ist gekommen und hat uns einen teuren Freund genommen, ja. Aber wenn die Sonne wieder aufgeht, dann wird sie uns wieder Freude und Licht ins Leben bringen.“ Er hält kurz inne. „Unser ganzes Leben wird immer das ewige Spiel von Tag und Nacht sein. Und wenn Winter ist, ist die Nacht lang und im Sommer unseres Lebens ist die Nacht kurz.“ Er drückt kurz Anders‘ Schulter und zeigt dann auf Sasha. „Sie, du,“ er zeigt auf Jelena, „und sie, wir alle versuchen den Sommer zu bringen. Und das ist es, wofür auch ich mit jeder Faser meines Wesens kämpfe.“ Er fixiert Anders wieder. „Hör nie auf, an die Morgendämmerung, an den Sommer zu glauben und für ihn zu kämpfen. Denn solange wir dafür glauben und kämpfen wird es auch mehr Momente der Freude als der Trauer geben.“

Offline Jelena

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #43 am: 06. Nov 17, 21:55 »
Jelena nahm einen Löffel und flößte Sasha unter viel Zureden von der warmen Suppe ein. Sie mischte immer wieder Medizin darunter und ließ sie auch Tee trinken. Es war mühselig, denn Sasha war müde, erschöpft und zum ersten Mal seit Stunden wieder richtig warm.
Sie mochte nicht angefasst werden und mehr als einmal knurrte sie Jelena sogar an bevor sie abrupt abbrach und entschuldigend winselte.
Jelena blieb geduldig und war nach einiger Zeit zufrieden genug um das Essen zur Seite zu legen und die Schüssel mit dem inzwischen warmen Wasser zu sich zu ziehen. Es dauerte wieder einige Zeit, aber sie schaffte es Sasha aus den zerrissenen und blutigen Kleidungsstücken zu schälen und sie mit einem weichen Handtuch zu waschen. Sie inspizierte jede einzelne Wunde und runzelte dabei besorgt die Stirn, auch wenn ihre Stimmlage sich nicht änderte.
Eigentlich hätten sich einige der Wunden wenigstens bis jetzt geschlossen haben sollen, aber sie sah nicht die Spur einer Verschorfung... Sashas Körper hatte die Fähigkeit zur Heilung verloren.
So eine verfickte Scheisse... als ob das alles nicht schon schwer genug wäre...
Sie säuberte alle Wunden behutsam und vernähte diejenigen, die klafften. Als nächstes tastete sie alle Knochen ab und das was folgte war weder für sie noch für Sasha angenehm: einige der Rippen standen schief und der linke Arm hatte gelitten.
Sie renkte die Knöchel der rechten Hand ein und löste eine Blockade in der Wirbelsäule, säuberte die Schnitte an den Ohren damit nichts vernarbte und verteilte Kräuterkissen über den Nieren um die Prellungen zu mildern.
Sie gab ihr so viel Schmerzmittel wie sie konnte und nahm gleichzeitig Proben von ihrem Blut und ihrem Gewebe. Sie hatte vor mehr als 10 Jahren bereits einmal ihre Ohren nachwachsen lassen und sie ging davon aus, dass sie es noch einmal tun würde.
Nachdem sie alles akute versorgt hatte zog sie ihr saubere und warme Kleidung an und ließ sich dann erschöpft neben sie fallen. Die Dämmerung war gekommen und wieder gegangen und im Dunkeln wurde es noch einmal kälter.
Sasha fiel in einen tief erschöpften Schlaf und Jelena sah so aus als ob sie nur noch durch eisernen Willen aufrecht gehalten wurde.
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Offline Anders

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Antw:Maugrims letztes Gebet
« Antwort #44 am: 06. Nov 17, 23:04 »
Anders lächelte wieder zu Damians Worten. Komisch... sowas ähnliches hatte sie zu Galoria gesagt. Irgendwie tat es trotzdem gut, diese Worte, die Tatsache... das es ihn zu kümmern schien. Aber vielleicht war das auch nur seine Aufgabe als Priester? Egal was der Grund war die Kenderin war froh im Moment nicht allein zu sein. Sie aß ihren Eintopf nachdem er einigermaßen herunter gekühlt war und weichte einige Bruchstücke harten Brotes darin auf. Sie gab auch Damian etwas ab und legte etwas beiseite für Jelena. So bekam nicht jeder viel, aber jeder etwas. Dabei beobachtete sie schweigend Jelena.
Die Nacht  brach herein und senkte sich als kalter, schwarzer Umhang über die Lichtung. Auch wenn Sasha das Feuer nicht mochte, Anders war gerade wirklich froh darum. Es würde so schon eine kalte ungemütliche Nacht werden, aber mit dem Feuer im Rücken und in den Umhang gewickelt würden sie auch diese überstehen. Es dauerte ehe Jelena von Sasha abließ und die große weiße Wölfin in einen, hoffentlich traumlosen Schlaf sank. Anders schöpfte noch eine Portion Eintopf und brachte sie zu Jelena, vorsichtig auf leisen Sohlen. "Du musst auch was essen.", murmelte sie und reichte der Heilerin die Schale und den harten Brotkanten. "Dann kannst du dich ausruhen. Damian und ich werden uns die Wache teilen. Du bist verletzt und müde, versuch so viel Schlaf zu kriegen wie du kannst." Sie hockte sie auf die Fußballen und umschlang die Knie mit den Händen. "Kann man dir etwas gutes tun? Hast du kalte Hände? Ich hab warme Hände. Aber du hast ja auch den Eintopf. Der ist sehr lecker, aber das weißt du ja. Ist ja deiner." Das Feuer spiegelte sich leicht in den Augen der Kenderin, während sie die schlafende Sasha betrachtete. Sie machte sich Sorgen, aber wer tat das nicht seit ein paar Tagen. Wenn diese verfluchte Globule... Die Kenderin schauderte und drängte die Erinnerungen an zusammenrückende unsichtbare Wände und enge Felsspalten zurück. //Nein... wir hätten es nicht verhindern können. Maugim war schon immer zu stur wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte. Er wollte sie retten... um jeden Preis.//
"Ich übernehme die erste Wache."
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