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Autor Thema: Der Ausweg aus den dunklen Landen  (Gelesen 10367 mal)

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Offline Achatania

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Der Ausweg aus den dunklen Landen
« am: 26. Mai 18, 00:08 »
Achatania:

Es fing eigentlich ganz harmlos an: Ich sollte Hugo, dem Wirt vom beheften Wyrm, nur etwas aushelfen. (Und Thekenerfahrung hatte ich ja! Sogar was komische Kerbhölzer und diese runden Metallscheiben oder Esspapier anging.) Er meinte, ich dürfte hinter der Theke auch so viel trinken wie ich mag...

Doch dann kamen die schlechten Nachrichten: Alle Portale waren zusammengebrochen! Und es konnten wohl auch keine neuen beschworen werden! Es lag eine Art göttliche Barriere um das Dorf und den angrenzenden Wald, die man nicht durchdringen konnte. Weder mit einem Portal noch selber, wenn man auf herkömmlichen Hufen hindurch wollte!

Erst glaubte ich den Menschen nicht. Wie oft sind sie zu unaufmerksam und spüren nicht, was um sie herum geschieht...
Doch als ich an dem sonnigen Morgen meine Rückreise zu den Apfelhainen antreten wollte, stieß ich wirklich auf eine Barriere!
Sie summte leise.

Ich sah mich um. Keiner zu sehen. Ich witterte kurz. Keiner zu riechen. Gut.
Wenn ich da jetzt einen kleinen Spalt hinein bekomme... gerade so groß, dass ich durchschlüpfen könnte... dann könnte ich rechtzeitig zu der Familienfeier in den Apfelhainen sein.

Ich bat den Wald um sein Schweigen. Und den Wind um Zeichen vor Gefahr. Ich bat die Erde um Kraft und Stärke, und begann mit Tìl, meiner Rassel, leise die Verwebungen der Barriere zu lockern.
Ich hatte etwa eine Faustgroße Lücke entflochten als ich wieder hoch sah... und die Sonne stand im Zenit!

Ich schüttelte verwirrt und den Kopf: War ich so konzentriert gewesen? Der Wind säuselte friedlich in den Blättern. Dann: ein Knall! Mir sträubt sich das Fell! Ich musste echt schnell hier weg! Ich spürte wie der Kampf toben musste!...

Ich sah auf den Punkt in der Barriere. aber meine Entflechtungen zogen sich nach und nach wieder zu!
Meine Ausdauer war schon zur Hälfte erschöpft. So wird das nichts, musste ich mir zähneknirschend eingestehen.


Ich trank etwas... Ach.....

Bei der letzten Taverne bei Ahrnburg... oder Tangara...?

Da war alles viel entspannter...

Esta mit mir an der Theke…


Warte… Esta!


Ich griff zu der Kette, die sie mir getauscht hatte. Esta war doch Scolaria von Isaac! Isaac war doch der, der dieses unglaubliche Wissen über Portale hatte!


Ich schloss die Augen. Die Hand lag auf der Kette mit den blauen und hellbraunen Holzperlen. Ich konzentrierte mich… „Esta?",  fragte ich in Gedanken: "Esta?Esta?... Kannst du mich hören? Hier spricht Achatania! Ich brauche Hilfe, ich komm hier nicht weg!!!

Hier ist eine Barriere in den Dunklen Landen!

Die Barriere ist zu stark! Aber ich muss hier weg! Es tobt ein Kampf der nicht gewonnen werden kann! Und ich muss bis zum Sonnenuntergang in den Apfelhainen sein!!!"


Ich horchte... hatte sie mich gehört?
   
   

Offline Esta

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #1 am: 26. Mai 18, 00:34 »
RUMMS.

Unsanft landete die junge Frau mit dem Gesicht vornweg auf den Bodendielen. Die Sonne hielt das Zimmer hell erleuchtet und doch war die Reise zurück von dem Fest der Grenzen wohl anstrengend genug gewesen, dass sie voll bekleidet einfach nur ihre Sachen abgestellt hatte und auf dem Bettrand eingeschlafen war. Etwas gerädert erhob sie sich begleitet von den leisen Tönen einer vorwurfsvoll blickenden Tene.
„Esta?“
Ein verwirrter Blick wanderte zu dem kleinen Käuzchen. Fängt sie jetzt mit einem Irrsinn an oder spricht die Eule jetzt wirklich?
„Esta...Kannst du mich hören?“
„Tene? Was in aller Götter-“
„Hier spricht Achatania! Ich brauche Hilfe, ich komm hier nicht weg!“
„Achatania?! Wie kann das sein?“
Erst jetzt realisierte sie, dass die Stimme, die sie hörte, nicht aus der Richtung ihres gefiederten Schützlings kam, sondern aus einer ihrer vielen Beutel, die sie am Leibe trug. Um genau zu sein: Aus der Tasche, in der sie potenzielle Ware trug, die sie nicht an jeden beliebigen verkaufen möchte.  Nach einem Moment Gewühle kam die Kette mit dem grünen Halbedelstein zum Vorschein, die die Fauna ihr als Tauschobjekt gegeben hatte, weil sie diese schlichtweg loswerden wollte. Jetzt allerdings schien sie ja doch einen Nutzen zu haben.
„Ich....höre dich...?“, kam die unsichere Antwort. Wie genau das funktionierte, verstand sie nicht. Das musste sie aber auch nicht. Achatania war in Bedrängnis.
„Hier ist eine Barriere in den Dunklen Landen! Die Barriere ist zu stark! Aber ich muss hier weg! Es tobt ein Kampf der nicht gewonnen werden kann! Und ich muss bis zum Sonnenuntergang in den Apfelhainen sein!“
Da konnte Esta nicht helfen. Sie hatte keinerlei Ahnung von solchen Dingen. Aber sie konnte jemanden fragen, der Ahnung hatte. Oder zumindest Leute kannte, die Ahnung haben könnten.
„Halt durch, Mäh, ich suche meinen Meister.“
Mit gezielten Sprüngen umging sie die wild im Raum stehenden Sachen und rannte schließlich die Röcke gerafft die Treppe hoch zu dem Arbeitszimmer von Isaac.
« Letzte Änderung: 26. Mai 18, 01:09 von Esta »

Offline Isaac

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #2 am: 26. Mai 18, 00:50 »
RUMMS.

Was war das für ein Geräusch gewesen? Isaac sprang von seinem Platz am Schreibtisch auf, sodass sein Stuhl hintenüberkippte. Sein Haus war leer, leer mit Ausnahme von Esta und diese war noch nicht aufgestanden. Er ließ den Stuhl da wo er war und hastete aus dem Zimmer. Den kurzen Flur zur Treppe hatte er ebenso schnell überwunden, wie er aufgestanden war.

Er konnte sich gerade noch bremsen, ehe er in Esta hineingerannt wäre, die ihm auf der Treppe entgegengerannt kam. Sie war unverletzt und es schien ihr gut zu gehen.

Mit Ausnahme des Ausdrucks auf ihrem Gesicht, der vor Sorge überquoll.
Igni ego impero

Offline Achatania

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #3 am: 26. Mai 18, 01:17 »
Ein lauter Knall schallte mir entgegen. Dann ein weiterer lauter Knall aus dem Dorf. Ich schüttelte mich wieder. Hatte Esta mich gehört? Die Öffnung war noch groß genug...

Ich versuchte es wieder und konzentrierte mich: "Esta? kannst du mich hööören? Beim Pan! Funktioniert das?! Diese kleine Öffnung in der Barriere wird nicht größer! Und ich muss hier weg!"

Offline Esta

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #4 am: 26. Mai 18, 01:23 »
"Meister..."
Sie atmete kurz durch. Das war doch ein etwas sehr unvermittelter Sprint die Treppen hoch. Ausdauer. Daran musste sie wirklich noch arbeiten.
"Achatania."
Die rechte Hand wurde gehoben. Dort baumelte an einem Lederband der kleine Malachit, eingefasst in sorgfältig durchgehärtete Lederstreifen.
"Sie-"
"Esta? kannst du mich hööören? Beim Pan! Funktioniert das?! Diese kleine Öffnung in der Barriere wird nicht größer! Und ich muss hier weg!"
War die Antwort nicht durch gekommen? Magie funktionierte auch über Willen...vielleicht war sie eben etwas zu verwirrt gewesen? Sie nahm den Anhänger in ihre Hand und sprach diesmal mit der festen Absicht, Achatania zu erreichen, wo auch immer diese jetzt sien mochte. Isaac blendete sie dabei für den Moment aus.
"Ja, ich höre dich. Wie auch immer das geht. Ich versuche dir Hilfe zu holen."

Offline Isaac

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #5 am: 26. Mai 18, 01:32 »
Isaac war verwirrt. Achatania?

Esta nahm gerade einen schönen Anhänger in die Hand und schloss die Augen.
"Ja, ich höre dich. Wie auch immer das geht. Ich versuche dir Hilfe zu holen."

Hilfe? Was war geschehen?

"Esta, was ist los, bitte erkläre dich." Er wartete kurz doch Sie antwortete nicht."Esta, was ist los?!" Er war kurz davor sie bei den Schultern zu greifen und zu schütteln, hielt sich aber zurück. Sie schien sich auf etwas zu konzentrieren.
Igni ego impero

Offline Esta

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #6 am: 27. Mai 18, 10:50 »
Hatte es funktioniert? War sie zu Mäh durchgedrungen? Sie war sich nicht sicher; es kam keine Antwort. Oder dauerte es einfach nur etwas länger?
Der rote Saumrand, der sich in ihr Blickfeld schob, holte sie ein wenig in die Realität zurück.
"Sie...ich glaube, sie kommuniziert irgendwie hierüber mit mir..."
Die Hand mit dem Anhänger öffnete sich wieder und Esta zeigte ihm das Schmuckstück.
"Sie sprach davon, in den dunklen Landen zu sein, wo auch immer das sein mag. Und dass sie da wegen einer Barriere nicht wegkommt. Dass da ein hoffnungsloser Kampf tobt und sie Hilfe braucht da weg zu kommen."

Offline Isaac

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #7 am: 27. Mai 18, 11:57 »
Isaac zögerte kurz als er diese Informationen ungefiltert und präzise zu hören bekam. Sein zögern begründete sich jedoch nicht in Angst oder Irritation. Es bestand viel mehr darin, die Informationen zu verarbeiten.

Achatania... wer war das noch mal? Die Fauna? Möglich... Dunkle Lande... da war ich schon mal. Das klingt ernst.
Barriere... wie komme ich da durch? Wenn eine Verbindung raus existiert dann sollte es auch eine Möglichkeit geben hineinzukommen. Aber wenn dort Kämpfe toben. Seine Lordschaft wird es nicht freuen, wenn das Gezücht der Dunklen Lande aus meinem Keller quillt. Andererseits sollte es mir möglich sein mit Portarius.... Wenn ich die Barriere von der äußeren Seite ... Ich kann sie sicher über diesen Anhänger finden...


Er brach den Gedankenstrom ab. "Esta, nimm deine Sachen. Pack alles notwendige ein, von dem du ausgehst, dass wir es brauchen können. Hol mein Kurzschwert aus meinem Arbeitszimmer. Wir treffen uns in zwei Minuten unten im Keller." Schon setzte er sich wieder in Bewegung um an dir vorbei die Treppe hinunter zu hasten. Als er am nächsten Absatz angekommen war, hielt er noch einmal inne. Da war noch ein weiter Gedanke. "Oh und sag Achatania, dass wir kommen. Aber sag es nicht mir nutze deinen Geist. Versuch ihr deine Gedanken zu schicken. Konzentriere dich auf die Quelle der Stimme in deinem Inneren."
ren."
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Offline Esta

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #8 am: 27. Mai 18, 12:21 »
Zum ersten Mal, seit sie sich in Estas Besitz befand, legte die junge Frau die Kette an. Sie rannte die verbliebene Strecke in das Arbeitszimmer, dessen Türe noch offenstand und fand das Schwert mitsamt Scheide und Gürtel lediglich an den Schreibtisch gelehnt vor. Schnell packte sie diese und rannte die Treppe hinab zurück in ihr Zimmer, wo sie aus großen, bernsteinfarbenen Augen erschrocken dabei beobachtet wurde, wie sie hastig ihre Gürteltaschen ausräumte, dort Handwerksmaterial herausschmiss und dafür alles an Heilutensilien einsteckte, was sie besaß.
Die Handgriffe waren tatsächlich mittlerweile Routine. Sie brauchte all das oft genug, dass sie einen gewissen Vorrat immer mit sich fürhte und so zur Hand hatte. Diese Freiheit nutzte sie um sich nochmal auf den Anhänger zu konzentrieren, während ihre Hände die Arbeit von selber taten.
Wir kommen. Isaac und ich versuchen zu dir zu kommen. Halte durch.
Zuletzt wanderte ihr Bergkristall, den sie vor einiger Zeit zwar mit einer Kettenschlaufe versehen hatte, aber immer noch kein Lederband für hatte, in die Tasche zu ihrem Notizbuch und ihr Messer steckte hinten im Gürtel.
So ausgerüstet packte sich Esta dann das Käuzchen, das erschrocken aufschrie. Zwar bemühte sie sich, dem Vogel so beruhigend wie möglich zuzureden, aber die Eile war ihr anzusehen und brachte ausreichend Unruhe, dass sie es über sich ergehen lassen musste, dass sich ein kleiner, aber scharfer und kräftiger Schnabel in ihren Handschuh hackte. Schließlich wurde Tene in der Küche abgesetzt. Dort lagen noch Teile der aufgestockten Vorräte unaufgeräumt auf der Arbeitsfläche, darunter auch Trockenfleisch. Ein Eimer Wasser, eigentlich zum Reinigen des Gemüses gedacht, stand daneben. Esta hoffte inständig, dass der Vogel sich einfach selber bedienen würde, sollte er in ihrer Abwesenheit Hunger oder Durst verspüren. Da sich Tene aber durchaus wie eine Katze im Federkleid verhielt, war die Wahrscheinlichkeit sehr hoch.
Ein schneller Blick checkte ab, dass in der Küche weder Feuer brannte noch ein Fenster oder eine Türe offen stand, dann wurde schnellstens der Weg in den Keller angetreten.   
« Letzte Änderung: 27. Mai 18, 12:45 von Esta »

Offline Achatania

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Antw:Der Ausweg aus den dunklen Landen
« Antwort #9 am: 27. Mai 18, 23:05 »
Ich horchte...
gedämpft kam die so bekannte Stimme bei mir an:
"Ja, ich höre dich. Wie auch immer das geht. Ich versuche dir Hilfe zu holen."

Sie schien verwirrt. Hatte sie schon einmal die Verbindung über Gegenstände aufgenommen? Wohl nicht. Aber was war ich froh ihre Stime zu hören. Ein erleichtertes Lächeln huschte kurz über meine Lippen.

Ich wurde kurz aus meiner Konzentration gerissen: Ein Knall vom anderen Teil des Waldes hatte die wenigen Tiere aufgeschreckt. Einige Vögel flatterten davon. Zum Glück war der Knall noch weit genug weg...

Ich konzentrierte mich erneut und atmete tief ein:

"Wir kommen. Isaac und ich versuchen zu dir zu kommen. Halte durch."
,meinte Esta etwas außer Atem.

"Kommen?!" rief ich fast laut: "Nein, nein, Esta?! Ihr sollt nicht kommen! Das ist viel zu gefährlich! Hier sind Götter am Werk! Die tragen Ihre Kämpfe hier aus!"

ich pausierte kurz. Ich würde mir nie verzeihen, wenn den beiden bei der Rettungsaktion etwas zustoßen würde! Erzdämonen wurden hier gesichtet, hatte ich gehört... geschickt von dem Gott der Zwietracht und Zerstörung... Nein, denen musste man aus dem Weg gehen!
Ich sprach weiter in Gedanken:

"Ich brauche nur einen Ausweg... und den müssen wir danach DIREKT wieder schließen! Aber diese Barriere muss noch aufgebrochen werden, dass ich durchkomme!"

Ich wartete auf Antwort. Hatte sie verstanden? Mit fahrigen Fingern holte ich etwas zu trinken aus meiner Tasche und setzte an...

Offline Esta

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« Antwort #10 am: 27. Mai 18, 23:44 »
"Kommen?! Nein, nein, Esta?! Ihr sollt nicht kommen! Das ist viel zu gefährlich! Hier sind Götter am Werk! Die tragen Ihre Kämpfe hier aus!"
Die Antwort kam so laut und erschrocken, dass Esta im Laufen zusammenfuhr und die letzte Stufe nicht mehr richtig erwischte. Sie rutschte über die Kante und hielt sich im letzten Moment noch am Geländer fest, sodass die Landung zwar unsanft, aber nicht so war, dass sie sich wirklich wehgetan hätte.
"Götter?!"
"Ich brauche nur einen Ausweg... und den müssen wir danach DIREKT wieder schließen! Aber diese Barriere muss noch aufgebrochen werden, dass ich durchkomme!"

"Meister Isaac scheint sich was zu überlegen. Ich gebe ihm alles weiter."

Sie wusste in welchen Raum Isaac gegangen war und folgte dem Licht, das in den dunklen, steinernen Flur schien.
"Isaac? Meister?"

Offline Isaac

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« Antwort #11 am: 28. Mai 18, 01:44 »
Isaac hatte bereits Portarius ergriffen und starrte hinab auf die Klinge in seinen Händen. Er würde jemanden retten. Er würde die Klinge in seinen Händen nutzen um das Geflecht der Welten zu teilen und das, um jemanden zu retten. Oft hatte er sich Gedanken darüber gemacht, ob er es wirklich tun sollte. Der Schaden, den er mit dieser Klinge anrichten konnte war immens. Andererseits hatte er es geschworen, es so geschrieben.

Brauchst du Hilfe, rufe mich. Doch bedenke, halten kannst du mich nicht.

Nun war die Zeit gekommen, seinen Schwur zu erfüllen. Ruhe war in ihn eingekehrt. Hier in der Kälte des Kellers, in dem nun bläulichen Licht der Runen des großen Kreises auf dem Boden um ihn herum. Mit dem Werkzeug in der Hand, welches ihm den Weg öffnen würde. Noch immer rasten seine Gedanken, doch hier und jetzt hörte er nicht auf sie. Er wusste, er würde es schaffen. Die Frage nach dem "wie" war unwichtig, die Frage nach dem "warum" war unwichtig. Wichtig war, dass er es tat.

"Isaac? Meister?"

Er blickte auf und sah Esta wie sie den Raum betrat. Hier war seine treue Schülerin. Ein leichtes lächeln schlich sich auf sein Gesicht, ehe der Gedanke an ihre Sicherheit dieses wieder vertrieb. Die Klinge noch immer in der Hand ging er entschlossen zu Esta hinüber.

"Bist du bereit?"
« Letzte Änderung: 28. Mai 18, 21:48 von Isaac »
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Offline Esta

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« Antwort #12 am: 28. Mai 18, 10:41 »
Bereit? Zum ersten Mal in ihrem Leben wurde sie das gefragt. Unwillkürlich musste sie schmunzeln, verkniff sich aber die Antwort, dass das noch nie relevant gewesen war.
"Ich habe mich ausgerüstet, ja. Aber Achatania hat geantwortet. Sie sprach von Göttern, die sich da bekriegen; dass es da gefährlich wäre. Dass es ihr am liebsten wäre, wenn wir ihr nur einen Ausweg öffnen könnten, der sich so schnell wie möglich wieder schließen ließe."
Sie zog ein Lederband aus ihren Taschen und band sich die Haare zusammen. Kopfbedeckung und Schal wurdes neben der Türschwelle auf dem Boden deponiert, während sie sprach.
"So einfach geht das aber nicht, fürchte ich. Wie könnt Ihr beeinflussen, wo Euer Portal geöffnet wird? Wenn wir auf der gleichen Seite der Barriere landen, wie Achatania, sitzen wir in der gleichen Falle, da hat sie nämlich schon Recht..."

Offline Achatania

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« Antwort #13 am: 28. Mai 18, 22:15 »

"Meister Isaac scheint sich was zu überlegen. Ich gebe ihm alles weiter."

nervös zuckte meine Nase... SCHNELL überlegen wäre gut!
Ich nahm noch einen Schluck aus der Flasche, dann steckte ich sie wieder weg. Es war heiß geworden, selbst hier im Wald.

Wenn Isaac mit seinem blau glühenden Schwert auf diese Barriere träfe... dann müsste er exakt den Punkt treffen den ich aufgedröselt hatte.
Sonst würde die Klinge mit ziemlicher Sicherheit von dieser Barriere abgewiesen, und höchstens einen oberflächlichen Kratzer verursachen!

Ich war mir sicher, dass er die Öffnung auf seiner Seite relativ einfach festigen könnte. Das schwierige wäre, ihn so zu leiten, dass er dieses kleine Loch in der Barriere fände... Nur wie?

"Esta, ich kann Euch vielleicht helfen! Du musst mir aber genau sagen wann ihr das Portal öffnen wollt, damit ich wegspringen kann! zähl' dann am Besten von 5 runter!

...Ich habe doch meinen grünen Leuchtkristall. Den halte ich an die Lücke in der Barriere, die ich entflochten habe. dann könnt ihr diese Stelle besser finden!

Und sag Isaac, diese Barriere ist wie aus Faserverbänden gewickelt, die sich immer wieder erneuern, ich habe nur eine Lücke durch das Beiseite schieben von diesem Energieverband hin bekommen, die direkte Umgebung um die Lücke steht also unter Spannung!"


In Zwischenwelten wollte ich nicht geschleudert werden, wenn sich die Barriere an der Stelle auflöst...
Und wie würde die Klinge auf die Barriere wirken? Würde Isaac die richtige Stelle treffen?
Ich atmete so gut ich konnte langsam tief ein und aus, und wartete auf Antwort.

Offline Esta

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« Antwort #14 am: 28. Mai 18, 22:28 »
Esta seufzte, als sie Isaacs Antwort, sollte er gerade zu einer angesetzt haben, mit Achatanias Stimme im Sinn nicht wahrnahm. Sie hob eine Hand, wie um Isaac um etwas Wartezeit zu bitten, und nach dem ersten Satz der Fauna echote sie jedes Wort, um alles direkt weiter zu geben.
"Du musst mir aber genau sagen, wann ihr das Portal öffnen wollt, damit ich wegspringen kann! Zähl' dann am Besten von 5 runter!
Ich habe doch meinen grünen Leuchtkristall. Den halte ich an die Lücke in der Barriere, die ich entflochten habe. Dann könnt ihr diese Stelle besser finden! Und sag Isaac, diese Barriere ist wie aus Faserverbänden gewickelt, die sich immer wieder erneuern. Ich habe nur eine Lücke durch das Beiseite schieben von diesem Energieverband hin bekommen, die direkte Umgebung um die Lücke steht also unter Spannung!"
Sie hatte nicht alles verstanden und sah Isaac mit einem demensprechend verwirrten Gesichtsausdruck an, in der Hoffnung, dass er mehr damit anfangen konnte. Ihre rechte Hand nestelte nervös an dem Anhänger um ihren Hals und sie trat an ihren Meister heran. Was auch immer jetzt getan würde, sie musste schnell denken.
« Letzte Änderung: 28. Mai 18, 22:35 von Esta »