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Das Caldrische Imperium / Antw:Das Rittergut Merdrignac (Frühjahr 270 n.J.)
« Letzter Beitrag von Yorik am Gestern um 21:10 »
Am nächsten Tag, einige Meilen außerhalb der Stadtmauern von Merdrignac:

Mit einem tiefen Seufzen wischte André sich den Schweiß von der heißen, geröteten Stirn. Seine Bewegungen waren etwas zu schleppend für seinen Geschmack und Valet keuchte hörbar unter ihm, doch sie konnten jetzt nicht rasten - oder zumindest nicht lange. Sie hatten endlich eine Spur, die sie um jeden Preis verfolgen mussten.

Noch in den frühen Morgenstunden hatte der Gardist die Stallungen von Meister Raymond aufgesucht, um seine Dienste als Schreiner anzubieten, und auch wenn der alte Mann zuerst skeptisch gewesen war, hatte er die Hilfe bei den anstehenden Reparaturen schließlich angenommen. André hatte sich pflichtbewusst an die Arbeit begeben, oder zumindest hatte er so getan, während er in Wahrheit die Augen nach Spuren des Einbruchs offen gehalten hatte. Das war zwar nicht ganz einfach gewesen, ohne aufzufallen, doch schließlich war er fündig geworden: Ein beschädigter Zaunpfahl, etwas zerstreutes Stroh und Hufspuren, die jemand sorgsam mit Blättern und Erde verborgen hatte... nicht sorgsam genug für André, natürlich. Dieser hatte seine neue Arbeit bei den Ställen rasch hinter sich gelassen um den Spuren bis dorthin zu folgen, wo der Dieb sie nicht mehr zu verstecken gesucht hatte, und als er an diesem Punkt angekommen war, hatte er Valet geholt, um der Fährte richtig folgen zu können, wohin auch immer sie führen mochte.

Und hier war er nun. In der brennenden Mittagssonne, durstig und müde von zu wenig Schlaf, auf dem Rücken seines ausgelaugten Pferdes. Er hatte die Siedlung jetzt zweimal umrundet, doch die Fährte war irgendwann leider zu undeutlich geworden, um ihr wirklich zu folgen. André konnte nur mit Sicherheit sagen, dass es keine Spuren oder Hinweise in der unmittelbaren Umgebung gab, also hatte er seine Suche auf das Umland erweitert. Mittlerweile trabte er über eine einen schmalen Weg, der von der eigentlichen Handelstraße abzweigte, um sich herum Ackerland, das nur hier und da von vereinzelten Höfen durchbrochen wurde. "Isch weiß Valet", murmelte er mehr zu sich selbst als zu seinem treuen Freund, "isch bin auch erschöpft... aber wir können jetzt nischt rasten. Edouard muss 'ier..."

Er stockte. Noch während er gesprochen hatte, hatte André seinen Blick über die nahen Felder schweifen lassen, aufmerksam trotz der Müdigkeit und da, in einem mittelhohen Busch nahe der Straße, blitzte etwas in der Sonne. Etwas kleines, metallisches, umgeben von einem glatten braunen Material. Der junge Mann rieb sich die Augen, wie um sicherzustellen, dass er nicht träumte, dann stieg er ab, um sich den Gegenstand genauer anzusehen. Nein, er hatte sich nicht vertan. Hier in diesem Gestrüpp, kaum zu sehen hinter den Zweigen und schon etwas mitgenommen von Wind und Wetter, hing ein schmales Amulett aus Leder, das mit Metall beschlagen war. Edouards Dienstmarke. André schluckte. Diesen Gegenstand hier zu finden bedeutete entweder, dass der ehemalige Marshal d'Hotel so unachtsam gewesen war, dass er seine Marke verloren hatte... oder er hatte sich ihrer absichtlich entledigt. André wusste nicht, welcher Gedanke ihm weniger gefiel, doch eines stand fest: Er war hier richtig. Er musste seine Suche intensivieren, auch wenn das bedeutete, direktere Fragen zu stellen und schlimmstenfalls eine Identität preiszugeben. Er brauchte einen Zeugen, der ihm mehr sagen konnte...

Es dauerte etwas, bis André schließlich fündig wurde - auf dem dritten Hof, den er sich in der Nähe angesehen hatte. Sie war einige Jahre jünger als er, fast noch ein Mädchen, und hatte am Anfang etwas misstrauisch reagiert, doch sein chamantes Lächeln und ein kleiner Teil seines hart erarbeiteten Solds hatten sie letztendlich überzeugt, ihre Beobachtungen mit ihm zu teilen. Selbst hier, im Schatten eines vereinzelt stehenden Obstbaumes hinter dem Haus ihrer Eltern fiel dem Gardisten auf, dass sie nur sehr leise sprach und sich die ganze Zeit umschaute.

"Isch 'abe ihn bei dem kleinen 'ain gese'en, nischt all zu weit von 'ier", erklärte die junge Frau. "Es war Nacht und eigentlisch 'ätte isch schon längst schlafen sollen, aber der Mond schien so 'ell und isch dachte mir, dass ein kleiner Spaziergang in seinem Lischte schon nischt schaden könnte..." Sie kicherte etwas kokett, doch André war zu konzentriert auf ihren Bericht, um darauf einzugehen. "Er trug dunkle Kleidung, so wie die anderen Drei auch. Sie 'atten sich im Schatten der Bäume versammelt und ihre Worten waren zu leise, um sie zu 'ören, doch als einer sisch schließlisch umdrehte, 'abe isch sein Gesischt erkannt..."
"Ja...? Und?!" Nur mühsam konnte André seine Ungeduld verbergen. Wenn Edouard sich hier mit irgendwelchen fremden Männern getroffen hatte, musste er es unbedingt wissen... doch das Mädchen zögerte. "Es... ist gefährlisch", murmelte sie. "Mein Papa sagt immer, mit diesen Männern wollen wir nischts zu tun 'aben. Sie bringen Unglück."
André schloß die Augen und atmete tief durch. "Bitte, ma chère", flehte er, "du musst es mir sagen! Wenn du es nischt tust, ist es mein Unglück, und zwar ganz ohne Zweifel!" Das schien der jungen Frau zu gefallen. Sie kicherte nochmal, trotz ihrer sichtbaren Angst, und lehnte sich zu dem Gardisten hinüber. "Sie... sind oft im 'afen unterwegs,", raunte sie ihm zu, "vor allem Nachts... und manschmal nutzen sie die Nebenstraßen 'ier. Niemand redet viel über sie, und isch weiß nischt was sie machen... nischt wirklisch... aber wenn das Gerede stimmt, 'aben sie etwas mit Bernstein zu tun. Du weißt schon, die Art Geschäft, die auf keiner Liste steht... und an dem der Büttel so über'aupt nischt seine Freude 'at."

Das war es also. Bernsteinschmuggel. André musste schlucken, wärhend er diese Information verdaute. Je länger er hier in Merdrignac war, desto schlechter war sein Gefühl geworden, und er hatte die Hoffnung auf eine beruhigende Erklärung eigentlich schon aufgegeben, aber das? Geschäfte mit gemeinen Vebrechern? Das ergab keinen Sinn! Der junge Gardist blickte über die Straße, die sich fast unendlich in die Ferne zu erstrecken schien und fuhr sich erneut über die Stirn. Oh Edouard, dachte er sich im Stillen, wo bist du da nur hineingeraten?
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Das Caldrische Imperium / Burg Goldbach und das Umland, 271 n.J.
« Letzter Beitrag von Francois am 13. Jun 21, 10:56 »
Ein Rückblick…

Die letzten Monate waren ruhig, zu ruhig als dass man es noch „angenehm“ nennen könnte. Die großen Festivitäten und Hofhaltungen waren „aus Gründen“ ausgesetzt worden, Gründe für Reisen gab es demnach auch nicht, und das ständige Verweilen in den Gemäuern zehrte an den Nerven der Leute.
Es war tatsächlich interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Einzelnen mit der Lage umgingen. Die einen stürzten sich in die Arbeit, für die  im sonstigen Ablauf nur wenig Zeit war. Die anderen musste man sogar zu den täglich nötigen Dingen antreiben. Für die Prima Plana, den Maitre, den Haushofmeister und die weiteren Verantwortlichen war dies eine der Herausforderungen, da man nicht zu harsch auf die „unwilligen“ einwirken wollte. Man verstand das Problem ja durchaus…
Madame hatte es sich zum Ziel gesetzt, jede Woche einen anderen Bereich der Baronie aufzusuchen und meist nur zwei Tage auf der Burg zu verbringen. Für die Garde war dies sehr angenehm, da immer drei Mann als Bedeckung mitzogen. Neben dem Chevalier Maximilian Gerlach begleiteten sie nur noch zwei Mägde und ein Fuhrknecht.
Die Abwesenheit Madames wurde dementsprechend für allerlei Arbeiten genutzt, und andere Dinge, von denen sie nicht unbedingt Wind bekommen sollte.
Der Umstand, dass der vergangene Winter ein sehr strenger war, führte denn dazu, dass die Garde und die Knechte sich um den Zustand der Reichsstrasse sowie der Hauptwege im Bereich der Burg kümmern mussten.

„Da kommt immerhin keine Langeweile auf, die dazu führt dass die  Leute auf dumme Ideen kommen“ war Francois‘ Antwort auf die nicht begeisterten Gesichter der Rottmeister.

Der Besuch der Dame Helena von Liebenstein und ihres Gefolges war trotz der widrigen Umstände im Winter eine willkommene Abwechslung.


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Das Herzogtum Hanekamp / Antw:In der Fremde zu Haus?
« Letzter Beitrag von Berengar von Thurstein am 28. Mai 21, 11:54 »
Als die bisherige Besatzung schließlich aufbrach, um in die Heimat zurück zu kehren, waren Berengar, einige gediente Unteroffiziere und Offiziere, sowie eine aufgestockte Besatzung zurückgeblieben. Der Befehl des Herzogs lautete, das Feldlager an die Truppen von Voranenburg zu übergeben und an einen neuen Standort nach den Wünschen des Grafen von Voranenburg zu verlegen.

In den nächsten Tagen entsandte Berengar daher einige Boten nach Voranenburg und Feuerklinge. Persönliche Korrespondenz hatte er den abziehenden Soldaten mit gegeben. Die Lagebesprechungen blieben so unspektakulär wie zuvor, und die neuen Truppen lebten sich schnell ein. Da das Lager jedoch für die aufgestockte Truppe zu eng geworden war, ritten ab sofort dreimal so viele Patrouillen aus, und die Quartiere wurden mehrfach belegt, so dass man nun in Schichten ausruhen und seinen Dienst zu versehen hatte.

Insgesamt erinnerten die Umstände inzwischen eher an die auf einem fernreisenden Hochseeschiff, denn an ein Feldlager. Aber immerhin würde im Falle eines Angriffes eine deutlich größere Besatzung zur Verteidigung bereit stehen.
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Das Herzogtum Hanekamp / Antw:In der Fremde zu Haus?
« Letzter Beitrag von Berengar von Thurstein am 10. Mär 21, 07:55 »
Die Woche seit Hardenbruchs Ankunft war geschäftig und wie im Fluge vergangen. In den umliegenden Ortschaften waren kleine Abordnungen des Lagers Neu-Weltenend stationiert worden, um die Bevölkerung auf den bevorstehenden Besatzungswechsel vorzubereiten und den dort inzwischen einquartierten Heilern beim Einpacken zu helfen. Das Feldlager selbst hatte eine große Anzahl von Spähern und Patrouillen ausgesandt, um frühzeitig gewarnt zu sein, würde der Feind den Wachwechsel als Gelegenheit für einen Angriff sehen. Alle, die nicht anderweitig beschäftigt waren, brachten die Schäden des Winters in Ordnung und stockten die Vorräte auf den üblichen Versorgungswegen wieder vollständig auf.

Und dann näherte sich der Wagenzug und die lange Marschreihe der Truppen aus der Heimat dem Lager. Ein teil des Hinterlandes war nahe der Palisade von allen ungastlichen Umbauten befreit worden, um dort einen Fuhrplatz und ein Übergangslager für eine Nacht aufzuschlagen. Doch als sich eine Abordnung des Zuges ins Lager begab, kamen alle Anwesenden beinahe augenblicklich zum stehen, und verstummten. Der Herzog von Hammerthal persönlich war in ihr Lager gekommen, um sich ein Bild zu machen.

Berengar von Thurstein-Köhlersruh, Hauptmann Trutzschliff und Gerlind Hardenbruch traten aus dem befehlsstand hervor und trafen den Herzog, seinen Bannerträger und seinen Waffenträger auf dem Platz unter dem Wachturm. Alle drei nahmen Haltung an, dann verbeugte Berengar sich tief vor seinem Bannerherrn. "Eure Hoheit, es ist mir eine Ehre, Euch in Neu-Weltenend begrüßen zu dürfen." Gernod Wilhelm Ferdinand, Herzog von Hammerthal und Bannerherr der Ostmarschen gab den dreien einen Wink, und sie entspannten sich.

"Herr von Thurstein-Köhlersruh, ich bin zufrieden mit dem, was Ihr und die euren hier unter dem Banner unseres Königs errichtet haben. In den Dörfern hört man keine Klagen, und gedenkt Eurer mit Achtung." Er nickte dem Ritter zu, woraufhin Hauptmann Trutzschliff den Umstehenden mit einer Handbewegung bedeutete, dass sie sich wieder ihren Befehlen und Aufgaben widmen sollten.

Daraufhin verschwand die Gruppe um den Herzog und den Ritter im Kommandostand.



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Liebe Freunde des Engonien e.V., liebe Larper, liebe Grenzwachtbesucher!

Wir haben euch versprochen, dass wir euch am 8.3. sofort informieren, wenn unsere Orgasitzung stattgefunden hat. Diese hat soeben stattgefunden.

Traurigerweise müssen wir die Grenzwacht 2021 ABSAGEN.

In der aktuellen Situation halten wir es für unangebracht, unsere gemeinsame Freude am Hobby über die bekannten gesundheitlichen Risiken zu stellen. Wir können unsere Entscheidung auch nicht länger hinaus zögern, da sonst Kosten auf uns zukämen, die wir schlicht nicht stemmen könnten.

Wie geht es nun weiter?

Alle, die sich angemeldet hatten und noch kein Geld überwiesen haben, müssen dies nun auch nicht mehr tun. Wir melden euch ab und senden eine Abmeldebestätigung.

Alle, die sich angemeldet hatte und ihren Beitrag bereits bezahlt haben, erhalten in wenigen Tagen eine Email von uns mit einem Formular. Dort könnt ihr wieder wählen:
1. Rückerstattung eures Beitrags
2. Übertrag zur Grenzwacht 2022
3. Spende eures Beitrags

Warum geben wir erneut die Möglichkeit, zu spenden? Wir haben schlichtweg laufende Kosten. Von Fundusmiete über Versicherung bis hin zu unvorhergesehen Dingen wie einem Fundusumzug haben wir Kosten, die wir allein von unserem Mitgliedsbeitrag nicht stemmen können. Daher freuen wir uns über jede Form der Unterstützung. Denn wir sind reine Ehrenamtler, nichtkommerziell und vor allem - Larper.

Nächstes Jahr werden wir einen neuen Anlauf wagen, wir geben nicht auf!

Bleibt gesund!
Jeremias, für die gesamte GW-Orga
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Das Herzogtum Hanekamp / Antw:In der Fremde zu Haus?
« Letzter Beitrag von Berengar von Thurstein am 25. Feb 21, 17:35 »
Eine halbe Stunde darauf hatte die Botin sich erfrischt und sich den Staub der Straße abwaschen können, und trat nun zu Berengar in den Kommandostand. Sie war eine junge Frau, jedoch hoch gewachsen und für ihre Jugend ungewöhnlich ernst. Er war sich nicht ganz sicher, meinte aber, sie einmal in Drachenwacht gesehen zu haben.

"Guten Abend, nehmt bitte Platz." Sie grüßten einander kurz militärisch, dann setzte die Frau sich an die Tafel neben dem Kartentisch, und legte ihre Botentasche darauf ab.

"Guten Abend Kommandant, Ich bringe Befehle aus Hammerthal und Quellengrund, sowie Briefe aus Thurstein-Köhlersruh und vom Hakenwall. Gerlind Hardenbruch ist mein Name, Dritte Küstenflotte, Nordmeerverband." Berengar nickte ihr zu, reichte ihr einen Teller mit frischem Obst und etwas zu trinken. Dann nahm er die Botentasche an sich, sortierte die Sendungen an die Offiziere und sich selbst aus, und rief dann einen Adjutanten hinzu, der die übrigen Nachrichten und Briefe an die Truppe verteilen würde.

Hernach unterhielten sich beide eine kurze Weile lang über die Überfahrt aus Hammerthal, das Wetter in der Heimat, die neuesten Ereignisse um den Adel, das Militär und schließlich die Situation des Fluches im vergangenen Jahr. Schließlich kamen sie auf den Kern der vorliegenden Angelegenheit zu sprechen.

"Die Sendung des Grafen umfasst Euer weiteres Kommando über die Truppen des Reiches auf dem Gebiet Voranenburgs. Die Sendung des Herzogs umfasst den Austausch der stationierten Truppen und des Lazarettes. Ich bin lediglich vorausgeritten, die Truppen landen in diesen Stunden an, und werden in etwa einer Woche eintreffen." Berengar nickte lächelnd und erwiderte "ausgezeichnet. Ich gehe recht in der Annahme, dass Ihr ebenfalls hier stationiert werdet, um auf ein zukünftiges Kommando vorbereitet zu werden?"

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Liebe Freunde des Engonien e.V., liebe Larper, liebe Grenzwachtbesucher!

Wir haben versprochen, dass wir Anfang März entscheiden werden, ob wir die Grenzwacht unter den aktuellen Bedingungen durchführen können.
Diese Entscheidung wird in großer Orga-Runde am 8.3. fallen. Wir werden am selben Abend noch hier und bei Facebook unsere Entscheidung bekanntgeben.

Wir hoffen, euch damit ein wenig Planungssicherheit gegeben zu haben.

Bleibt gesund!

Jeremias, für die GW-Orga
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Das Herzogtum Hanekamp / In der Fremde zu Haus?
« Letzter Beitrag von Berengar von Thurstein am 22. Feb 21, 10:06 »
Einst war das Reich unter dem Namen Engonien vereint gewesen, doch heute lag es zerbrochen wie ein Teller da, der jemandem aus den Händen geglitten war. Eine der Scherben trug nun den Namen Hanekamp, und ein Teil dieser Scherbe hatte vor nicht allzu langer Zeit einen Riss bekommen. Was hier abzubröckeln begonnen hatte, war bekannt als Voranenburg. Fehde und Tod waren auf Politik, Ränke und Ungehorsam gefolgt, doch bevor der Krieg, in dem alles zu münden schien, wirklich aufflammen konnte, hatte sich das Leichentuch des Ausharrens über alles gelegt. Im Sommer in Form dieser seltsamen Blumen, und im Winter als Schnee. Entgegen der Ambitionen vieler war dieser Schnee weiß geblieben...

Berengar von Thurstein Köhlersruh stand in der Abendsonne auf der Brüstung des Lagers Neu-Weltenend, welches die Soldaten aus dem Königreich Lichttal unter seinem Kommando nahe der Grenze zu Hanekamp zwischen zwei Dörfer des Grafen von Voranenburg gegraben hatten. Sein Blick schweifte über das Land, sah dem Feind entgegen, der sich auf seiner Seite der Grenze hielt, von hier aus unsichtbar, aber doch unstreitig irgendwo dort draußen. Er schweifte weiter und wand sich der Hauptstadt des Grafen zu, jener Richtung, aus der ihn dann und wann Briefe oder Boten erreichten. Und ihn auch wieder verließen. Eben wollte er den Blick abwenden, als etwas seine Aufmerksamkeit einfing. Das Blinken von Sonnenlicht auf Metall. Beinahe im selben Augenblick ertönte ein Hornstoß vom Wachturm. Ein Bote?

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Liebe Gäste der Grenzwacht!
Ein kurzer Hinweis zur Anmeldung für die Grenzwacht
Wir werden am kommenden Freitag, dem 15.1., um 19 Uhr die Anmeldung online schalten. Den Link werdet ihr ein paar Stunden vorher bei uns im Forum finden (wir posten ihn auch nochmal bei Facebook): http://larpverein.de/forum/index.php/topic,7077.0.html. Wer bereits ein Ticket aus dem vergangenen Jahr hat, muss sich nicht extra anmelden, so wir nichts Anderes hören (bitte eine Mail an grenzwacht@engonien.de), tragen wir euch entsprechend ein.
Wir weisen nochmal daraufhin, dass wir aufgrund unserer sehr knappen Finanzlage zu jeder Anmeldung um Bezahlung des Beitrags innerhalb von maximal einer Woche bitten. Wir haben die Grenzwacht so kalkuliert, dass sie sich trägt, aber können leider in diesem Jahr keine Stundungen oder „kann ich später zahlen“-Regelungen anbieten. Auch uns hat die Pandemie ungünstig erwischt (Fundusmieten, etc.), wir hoffen da auf euer Verständnis.
Eure Grenzwacht-Orga
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